MÄRCHEN MÄRCHEN MÄRCHEN MÄRCHEN MÄRCHEN MÄRCHEN

SPINDEL WEBERSCHIFFCHEN UND NADEL

Das Mädchen sang grad voll Verlangen:

„Ach, Schiffchen, Schiffchen, webe fein,

hast du den Prinzen mir gefangen?

Führ mir den Freier nun herein!“

 

Kaum war das Liedchen ausgesungen,

nahm ’s Weberschiffchen flink Reißaus

und war durchs Fenster rausgesprungen

und tanzte fröhlich vor dem Haus.

 

Und dabei webte es beständig

an einem Teppich hin und her

und mischte dabei schnell und wendig

die vielen Fäden kreuz und quer.

 

Es webte Rosen ein am Rande

mit Lilien und mit Rittersporn

und weiter eine Blattgirlande

aus Efeu und aus Feuerdorn.

 

Das Schiffchen aber war verschwunden!

Was sollte unser Mädchen tun?

Sie griff zur Nadel unumwunden

und nähte anstatt dessen nun.

 

 

Spindel, Weberschiffchen und Nadel

ISBN  978-1530452255